Wie die Pandemie die Sicherheit im Krankenhaus verbessert hat

Einfach mehr Sicherheit für Mitarbeitende, Patienten und Besuchende

Die Corona-Pandemie ist für das Gesundheitswesen eine besondere und vor allem schwierige Herausforderung. Einerseits füllen sich bei hohen Inzidenzen insbesondere die Intensivstation – eine Überlastung des Krankenhauses muss mit entsprechenden Maßnahmen vermieden werden. Andererseits werden bei höheren Inzidenzen auch strikte und sich immer wieder ändernde Regeln und Pflichten in Bezug auf den Zutritt ins Krankenhaus notwendig. Beispiele dafür sind Ausfüllen und Dokumentieren von Fragebögen, nur noch ein Patientenbesuch pro Tag, Eintritt für Besucher und Mitarbeiter nur bei Erfüllung der 3G- oder 2G+ -Regel, usw. Das führt zu einem deutlich erhöhten Aufwand für das Personal.

Dabei haben die meisten Krankenhäuser in Deutschland eigentlich eine open-house-policy. Das bedeutet, dass beispielsweise Besucher ohne Einlasskontrolle im Krankenhaus ein- und ausgehen können. Das hat sich in der Pandemie deutlich verändert. Doch diese Veränderung bringt auch Vorteile. So war es vor der Pandemie grundsätzlich möglich, dass ein Besucher einen Patienten besucht, ohne dass die jeweilige Station dies erfährt. Aus Sicht der Krankenhaussicherheit gibt es hier Angriffsvektoren, die eine Auswirkung auf die Sicherheit des Hauses, der Patienten und der Beschäftigten haben. Neben Probleme bzgl. Hygiene zählen Belästigungen, Diebstähle bis hin zu gezielten Angriffen zu den verwundbarsten Zielen im Krankenhaus. Solche Szenarien sind leider auch in Deutschland alltäglich.

Weitere sicherheitsrelevante Fälle sind Brände oder andere Evakuierungsgründe. Natürlich gibt es in allen Krankenhäusern passende Szenarien für den Umgang mit Bränden. Man weiß in der Regel auch, welche Patienten und Mitarbeitenden im Haus sind. Aber niemand hat eine Übersicht über die Anzahl und Verbleib der Besucher oder anderer Tagesgäste. 

 

Verbesserung der Sicherheit dank Besucherdokumentation

Mit der Einführung von Einlasskontrollen können diese Gefahren zwar nicht ausgeschlossen, aber deren Risiko deutlich reduziert werden. Nicht nur werden Personen, die ins Haus möchten, dokumentiert – man kann bereits an den Pforten prüfen, ob ein Zutritt überhaupt möglich sein sollte. Hat der Besucher keinen nachvollziehbaren Grund in das Krankenhaus zu kommen oder hat der zu besuchende Patient beispielsweise ein Besuchsverbot? Dann kann der Besucher bereits am Eingang abgewiesen werden. 

In der Pandemie haben viele Krankenhäuser wahrgenommen, dass eine Einlasskontrolle hier eine große sicherheitsrelevante Wirkung hat. Seit der Einführung eines Zugangsmanagements für Besuchende haben die Übergriffe auf das Personal deutlich abgenommen und sich die Patientensicherheit erhöht. Durch die digitale Registrierung werden Täter abgeschreckt, da sie beispielsweise nicht mehr anonym sind. Deshalb planen viele Krankenhäuser, auch nach Ende der Pandemie das eingeführte Zugangsmanagement beizubehalten. 

Um diese Kontrollen so effizient, kundenfreundlich und personalsparend wie möglich zu machen, haben sich in der Pandemie digitale Besuchsmanagement Lösungen von PLANFOX sehr gut bewährt. Die Abkehr von papierbasierten Fragebögen spart an verschiedenen Stellen Zeit:

Was aber auch mit einer digitalen Lösung weiterhin benötigt wurde, ist das Personal zur Durchführung der Check-Ins und der Kontrollen. Doch auch hier hat die Pandemiesituation bewährte Lösungsansätze vorangetrieben, welche den Personalaufwand reduzieren konnten.

Automatisierter Einlass an Sicherheitsschleusen reduziert Personal- und Zeitaufwand

Ein Beispiel sind automatische, behindertengerechte Eingangsanlagen – bekannt von Sicherheitsschleusen an Flughäfen. Diese sind über Schnittstellen an die digitale Einlasslösung von PLANFOX angebunden. Der Gedanke dabei: wird ein QR-Code gescannt kann das dahinterliegende Zugangssystem prüfen, ob alle Regelungen für den Eintritt erfüllt sind oder nicht. Sind die Regeln erfüllt, wird die Schleuse geöffnet.

Mit dieser Lösung können Besucher ohne Personalaufwand eingelassen werden, gleichzeitig sind deren Daten aber trotzdem erfasst und gespeichert. Ebenfalls denkbar ist die Variante, dass Tagesbesucher auch beim Verlassen ihren QR-Code erneut scannen. Damit wird auch ein Check-Out sichergestellt und es kann in Echtzeit überprüft werden, wer sich zurzeit im Haus befindet.

Diese neuartige intelligente Einlass-Lösung von PLANFOX wurde deutschlandweit zum ersten Mal im Frühjahr 2021 an den Hessing Kliniken in Augsburg installiert. Die automatische Zugangsanlage ist von unserem Partner Wanzl, einem führenden Hersteller von modernen Zutrittsschleusen. Zusätzlich zum QR-Code Scan und dem automatischen Abgleich mit den Besuchsregelungen können am Eintrittspunkt weitere smarte Funktionen integriert werden. In Augsburg sind Sensoren und Bilderkennung zum Umsetzten eines Hygienekonzeptes eingebunden. Thilo Bausback, wirtschaftlicher und strategischer Leiter für die orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung Augsburg, bestätigt; „Das schafft Vertrauen in unser Sicherheitskonzept bei Mitarbeitern, Besuchern und Patienten gleichermaßen.“

In der Praxis hat sich bewährt, dass neben den automatischen Eingangsschleusen weiterhin an zentraler Stelle Empfangsmitarbeiter auch direkt die digitale Anmeldung vor Ort erledigen und Einlass gewähren. Das Empfangs-Personal ist jedoch durch die digitale Registrierung erheblich entlastet. Die Akzeptanz, sich von zu Hause oder direkt vor Ort über sein Smartphone bequem selbst anzumelden, ist sehr hoch.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten im Krankenhaus sind einfach umsetzbar

Auch innerhalb des Hauses selbst sind solche automatischen Zutrittskontrollen denkbar: Patienten und Besucher können nur diejenigen Bereiche betreten, für die sie freigeschaltet sind, aber beispielsweise nicht die Säuglingsstation, Intensivstation, Personalbereiche, IT-Räume oder Verwaltungsbereiche. Stellen Sie mit einem einfachen Zutrittssystem sicher, dass die maximale Anzahl an Personen in der Cafeteria nicht überschritten wird. Oder checken Sie Teilnehmerinnen für Ihr Seminar direkt ein und aus wenn sie den Seminarraum betreten oder verlassen.

Die gleichen Ansätze lassen sich auch ohne Weiteres für Patienten nutzen: der stationäre Patient, der abends seinen Spaziergang gemacht hat, scannt einfach seinen Patientencode an der Schleuse. Das System prüft, ob der Patient im System bekannt ist und lässt ihn ein – ganz ohne zusätzliches Personal.

 

Viele Kliniken zählen jährlich mehr Kontakte mit Ambulanzpatienten als mit Besuchenden. Daher wird bereits an der weiteren Digitalisierung der Ambulanz-Anmeldeprozesse von Patienten gearbeitet. Derzeit besuchen Patienten durchschnittlich bis zu dreimal die Klinik. Genauso oft melden sie sich am Empfang. Das ändert sich künftig. Thilo Bausback berichtet: „Nach der Erstaufnahme werden die Folgebesuche deutlich erleichtert. Alle Patienten bekommen eine eindeutig zuzuordnende Registrierung. Dadurch wird ein automatischer Fast-Check-in wie bei Besuchenden möglich.“

Darüber eröffnen die digitale Besucheranmeldung und der digitale Patienten Check-In viele weiter Möglichkeiten. Vor und während des Aufenthalts im Krankenhaus kann digitale Interaktion stattfinden, die bislang nicht möglich war. Denken Sie beispielsweise an:

  • die Kommunikation von wichtigen Hinweisen für den Besuch direkt in der Anwendung oder per E-Mail
  • Steuerung der Laufwege durch die digitale Inhouse-Navigation auf dem Endgerät der Besucher
  • Anzeige von Werbe- und Image-Information Ihres Hauses, um beispielsweise über anstehende Veranstaltungen zu informieren und damit mehr Publikum zu erreichen

Wrap-Up

Die Pandemie hat gezeigt, dass die Automatisierung von Gebäudezutritten in Kliniken viele Vorteile hat. Sie erhöht die Sicherheit für Mitarbeiter, Patienten und Besucher drastisch. Durch den Mehrwert und Komfort für Patienten und Besucher ist die Akzeptanz einer digitalen Lösung deutlich gestiegen. Darüber hinaus haben sich die Digitalisierung von Besuchsmanagement und Patienten Check-In in der Praxis sehr bewährt und dabei auch Effizienzsteigerung und Personalentlastung gebracht. Weiterhin ergeben sich neue bisher noch gar nicht genutzte Kommunikationswege mit Tagesbesuchern. 

Ein Umdenken zahlt sich daher für alle aus.


Diese Krankenhäuser setzen bereits auf schlaue Lösungen von PLANFOX

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